Klimaschutz: Was du tun kannst

Auf dieser Infoseite zeigen wir dir verschiedene Wege, wie du aktiv zum Klimaschutz beitragen kannst.

Schau dich gerne um und fange dort an, wo es am besten für dich passt!

Das kannst du tun: Gesellschaftliches und politisches Engagement

Lokale Klimainitiativen wie KlimaLautern bieten eine konkrete Möglichkeit, aktiv vor Ort zum Klimaschutz beizutragen. Indem du uns unterstützt – sei es durch deine Zeit, Spenden oder deine Stimme bei öffentlichen Veranstaltungen – kannst du helfen, das Kaiserslautern der Zukunft mitzugestalten und zu einem lebenswerten Ort zu machen. Mehr dazu hier.

Politische Rahmenbedingungen sind entscheidend, um große Veränderungen wie den Ausbau erneuerbarer Energien oder strengere und sozial gerechte Klimaschutzgesetze umzusetzen. Durch Wahlen hast du die Möglichkeit, politische Entscheidungen aktiv zu beeinflussen, indem du Kandidat:innen und Parteien unterstützt, die sich für effektiven Klimaschutz einsetzen.
Informiere dich über die klimapolitischen Programme der Parteien (zum Beispiel mithilfe von Wahl-O-Maten fürs Klima) und nutze dein Wahlrecht.

Einen direkten Einfluss auf die Politik kannst du ausüben, indem du Druck auf politische Entscheidungsträger ausübst. E-Mails, Briefe oder Gespräche bei Bürgersprechstunden können helfen, Maßnahmen für den Klimaschutz zu priorisieren. Formuliere dabei konkrete Forderungen, wie z. B. strengere Klimaziele oder Investitionen in nachhaltige Mobilität.
Genau das machen wir auch bei KlimaLautern – mach gerne mit!

Offene Gespräche über den Klimawandel und die Vision einer lebenswerten Zukunft tragen dazu bei, Bewusstsein zu schaffen und andere zu motivieren, selbst aktiv zu werden. Teile wissenschaftlich fundierte Fakten und praktische Tipps und zeige, dass Klimaschutz eine Gemeinschaftsaufgabe ist. Ob im Freundeskreis, in sozialen Medien oder bei Veranstaltungen – jeder Dialog kann einen positiven Unterschied machen.
Konkrete Tipps findest du im Handbuch „Über Klima sprechen“ von klimafakten.de. Wie du mit klassischen Argumenten von Klimaleugnern und Skeptikern umgehen kannst, erfährst du im Buch „Klima Bullshit Bingo“ von Jan Hegenberg.

In Abgrenzung zum Fußabdruck – den Umwelt-Auswirkungen deines persönlichen Handels – wird das gesellschaftliche und politische Engagement für Klimaschutz auch Handabdruck genannt. Es wurde nachgewiesen, dass bereits eine kleine Gruppe von 3,5 Prozent der Bevölkerung ausreicht, um große Veränderungen herbeizuführen (Quelle).

Indem wir uns aktiv für Veränderung einsetzen, vergrößern wir unseren Handabdruck: Unseren positiven Einfluss auf Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. (Daskannstdutun.de)

Tengwan Quek for ArtistsForClimate.org

Mehr zur Psychologie dahinter und warum persönliches Engagement die beste Medizin gegen das Gefühl der Machtlosigkeit ist, erfährst du auf Daskannstdutun.de. Zum Thema Handabdruck findest du weitere Infos bei Germanwatch, unter anderem auch ein Erklärvideo. Lesestoff liefert auch das Buch „Hoch die Hände, Klimawende!“ von Gabriel Baunach.

Das kannst du tun: Nachhaltiger Lebensstil

Neben deinem Engagement für strukturelle und gesellschaftliche Veränderungen hilft ein nachhaltiger Lebensstil, deinen eigenen ökologischen Fußabdruck zu verringern und aktiv zum Klimaschutz beizutragen. Bereits kleine Veränderungen in Bereichen wie Energieversorgung, Mobilität, Ernährung oder Konsum können große Auswirkungen haben – und oft sparen sie dabei sogar Kosten und Ressourcen.

Der Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter ist eine der einfachsten und effektivsten Maßnahmen, um den eigenen CO₂-Fußabdruck zu verringern. Ökostrom stammt aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind, Sonne oder Wasser und unterstützt den Ausbau dieser Technologien. Du kannst online Anbieter vergleichen und wechseln – oft dauert der Prozess nur wenige Minuten.

Eine konkrete Anleitung hierzu findest du zum Beispiel beim NABU.

Maßnahmen wie bessere Dämmung, der Einbau moderner Heizungen oder die Installation einer Photovoltaikanlage senken den Energieverbrauch und sparen langfristig Kosten, viele Maßnahmen werden außerdem staatlich gefördert. Wenn du in einer Mietwohnung lebst, ist beispielsweise ein Balkonkraftwerk eine kleine, aber nicht wertlose Maßnahme.

Hier einige weiterführende Links der Verbraucherzentrale:

Kostenlose Energieberatung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

Häufige Fragen zum Thema Wärmepumpe

Energetische Sanierung

Erneuerbare Energien

Häufige Fragen zu Balkonkraftwerken / Steckersolar-Geräten

Fördermittelsuche über co2online

Der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel, Fahrrad oder E-Autos reduziert die CO₂-Emissionen im Verkehr erheblich. Kurze Strecken zu Fuß oder mit dem Rad zurückzulegen spart nicht nur Emissionen, sondern fördert auch die Gesundheit.

Übrigens: Der Umstieg kann sich auch finanziell lohnen! Die jährlichen Kosten eines Autos für Versicherung, Steuern, Wartung und Wertverlust reichen von 2.500–4.000 € (Kleinwagen) bis zu 10.000 € und mehr (SUVs und Luxuswägen).

Überlege, ob du ein Auto wirklich brauchst, oder nutze Alternativen wie Carsharing und Fahrgemeinschaften. Weitere Tipps findest du auf der Infoseite des WWF.

Reisen mit dem Zug oder Bus ist deutlich klimafreundlicher als Fliegen oder Autofahren. Ein Flug verursacht pro Person und Kilometer etwa 230 Gramm CO₂, während Züge im Schnitt bei nur 40 Gramm liegen – eine Einsparung von bis zu 80 % pro Kilometer. Besonders bei Kurzstreckenflügen lassen sich durch Alternativen wie die Bahn erhebliche Mengen CO₂ vermeiden.

Eine praktische und vergleichsweise günstige Möglichkeit für Zugreisen in Europa bietet der Interrail-Pass.
Schon gewusst? Das Reisen ohne Flugzeug wird auch „terranes Reisen“ genannt. Mehr zu diesem Trend erfährst du in diesem Artikel und auf https://terran.eco/

Eine pflanzliche Ernährung verursacht deutlich weniger Treibhausgase als eine fleisch- und milchlastige Kost. Beispielsweise produziert die Herstellung von Rindfleisch etwa 27 Kilogramm CO₂ pro Kilogramm Fleisch, während Gemüse und Hülsenfrüchte meist bei unter 2 Kilogramm CO₂ liegen – eine Einsparung von bis zu 90 %. Schon der Verzicht auf ein Steak pro Woche kann jährlich mehrere hundert Kilogramm CO₂ einsparen.

Durch Investitionen in nachhaltige Fonds oder ethische Banken kannst du den Wandel zu einer grüneren Wirtschaft fördern. Dein Geld wirkt dabei aktiv für Unternehmen und Projekte, die soziale und ökologische Verantwortung übernehmen. Informiere dich über nachhaltige Finanzprodukte und meide Investitionen in fossile Energien.

Eine Hilfestellung dabei bietet dir beispielsweise der WWF Pocket Guide.

Ein bewussterer Konsum von Kleidung, Elektronik oder anderen Gütern spart nicht nur Ressourcen, sondern fördert auch langlebige und reparierbare Produkte. Statt Neuanschaffungen kannst du Second-Hand-Optionen prüfen oder Dinge leihen und teilen.
Überlege bei jedem Kauf: Brauche ich das wirklich? Eine gute Strategie ist zum Beispiel, vor jeder Anschaffung erst einmal eine Nacht drüber zu schlafen, anstatt direkt einen Impulskauf zu tätigen.

Ivelina Vasileva for ArtistsForClimate.org

Warum sollte ich mich für Klimaschutz einsetzen?

Ohne entschlossenen Klimaschutz steuern wir auf eine bis zu 4 Grad wärmere Welt zu – eine Zukunft, die von extremen Wetterlagen, Krisen und weniger Lebensqualität geprägt sein wird. Für uns und unsere Kinder hätte eine solche Erwärmung unabsehbare Folgen für Gesundheit, Sicherheit und Wohlstand. Unsere Natur und unsere Gesellschaft wären kaum in der Lage, sich daran anzupassen.

Mit entschlossenen Klimaschutzmaßnahmen können wir das Ruder aber noch herumreißen und eine lebenswerte Zukunft für uns und für nachfolgende Generationen ermöglichen. Oder, wie es kürzlich Klimaforscher Niklas Höhne ausgedrückt hat: Wenn wir den Wandel hin zu einer nachhaltigeren Welt schaffen, dann „dann ist die Welt hinterher eine bessere“.

Wie schaffe ich das alles gleichzeitig?

Es muss nicht alles auf einmal sein – wähle einen Bereich aus, der dir besonders wichtig ist oder wo dir die Umstellung am einfachsten fällt. Kleine Schritte, wie der Wechsel zu Ökostrom oder weniger Fleisch zu essen, machen schon einen Unterschied und motivieren, nach und nach mehr zu tun.

Und vergiss nicht: Der wirkungsvollste Ansatz ist, sich dafür einzusetzen, dass nachhaltiges Verhalten für alle einfach, selbstverständlich und erschwinglich wird. Und dazu kannst du am besten mit den oben gezeigten Tipps im Bereich „gesellschaftliches und politisches Engagement“ beitragen.

Bild oben: Earth College Utopia 2048 by Lino Zeddies & Aerroscape, CC BY-NC-SA 4.0